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Darmkrebsfrüherkennung: Männer können nun früher zur Koloskopie

Pressemitteilung   •   Mai 21, 2019 10:23 CEST

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Darmkrebs verursacht im Anfangsstadium oft keine Beschwerden. Um die Erkrankung dennoch frühzeitig entdecken und behandeln zu können, bietet die gesetzliche Krankenkasse ihren Versicherten verschiedene Untersuchungen zur Früherkennung an. Das Angebot zur Darmspiegelung dürfen Männer seit Kurzem bereits ab einem Alter von 50 Jahren wahrnehmen. Für Frauen ist die sogenannte Koloskopie weiterhin ab einem Alter von 55 Jahren möglich.

Männer sind gefährdeter als Frauen

Die Darmspiegelung gilt als das zuverlässigste Untersuchungsverfahren, um bösartige Tumoren und deren Vorstufen zu entdecken. Bis vor kurzem lag die Altersgrenze für die Koloskopie auch für Männer noch bei 55 Jahren. „Studienergebnisse zeigen jedoch, dass Männer im Vergleich zu Frauen ein höheres Risiko haben, an Darmkrebs zu erkranken“, erklärt Dr. Johannes Schenkel, ärztlicher Leiter der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD). „Aus diesem Grund können sie die Untersuchung nun früher vornehmen lassen.“ Ist das Ergebnis der ersten Darmspiegelung unauffällig, können Männer ebenso wie Frauen eine zweite Koloskopie nach zehn Jahren wahrnehmen. Sie haben Fragen zum Thema? Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) berät Sie neutral und kostenfrei unter der Nummer 0800 011 77 22.

Für den immunologischen Stuhltest (iFOBT) gilt nach wie vor: Gesetzlich Versicherte beiden Geschlechts können ihn ab einem Alter von 50 Jahren in Anspruch nehmen. Bis zum 55. Geburtstag ist dies einmal im Jahr möglich, danach alle zwei Jahre. Der Test weist verstecktes (okkultes) Blut im Stuhl nach, das von einem Tumor stammen kann.

Einladung zum Screening

Die Teilnahme an dem Programm zur Früherkennung ist freiwillig. Voraussichtlich ab Juli 2019 werden gesetzlich Versicherte ab 50 Jahren regelmäßig per Post zum sogenannten Darmkrebs-Screening eingeladen. Dem Schreiben liegt Informationsmaterial bei, das über den Ablauf der Untersuchungen aufklärt und auch deren Vor- und Nachteile erläutert. Fragen zum Thema können darüber hinaus in einem ausführlichen Beratungsgespräch beim Arzt geklärt werden, das gesetzlich Versicherte ab einem Alter von 50 Jahren wahrnehmen können. „Das Gespräch sowie die bereitgestellten Informationen sollen ihnen dabei helfen, Nutzen und mögliche Nachteile der jeweiligen Untersuchungen individuell gegeneinander abzuwägen. So kann jeder Versicherte selbst entscheiden, ob er das Angebot zur Früherkennung nutzen möchte.“ Weitere neutrale Informationen zum Thema unter www.gesundheitsinformation.de.

Über die Unabhängige Patientenberatung Deutschland, UPD

Die UPD Patientenberatung Deutschland gGmbH (UPD) mit Sitz in Berlin ist eine gemeinnützige Einrichtung. Sie hilft Ratsuchenden, sich im deutschen Gesundheitssystem besser zurechtzufinden und Entscheidungen im Hinblick auf medizinische oder sozialrechtliche Gesundheitsfragenselbstbestimmt, eigenverantwortlich und auf informierter Grundlage zu treffen.

Gut erreichbar, bürgernah, qualifiziert: Das Beratungsangebot der UPD

Die unabhängige, neutrale, kostenfreie und evidenzbasierte Beratung der UPD ist für alle Menschen in Deutschland zugänglich – egal, ob sie gesetzlich, privat oder nicht krankenversichert sind. Ratsuchende können die Patientenberatung unkompliziert und auf vielen Wegen erreichen: per Telefon, Post, Mail, oder Onlineberatung, in den 30 festen Beratungsstellen und an weiteren 100 Standorten in Deutschland, die regelmäßig von einem der drei UPD-Mobile angesteuert werden.

Neben medizinischen Fachteams und Ärzten unterschiedlicher Fachrichtungen gehören auch Juristen und Sozialversicherungsfachangestellte zum UPD-Beraterteam.

Dem gesetzlichen Auftrag (§ 65b des Sozialgesetzbuchs V) entsprechend macht die Patientenberatung über die individuelle Beratung hinaus Politik und Entscheidungsträger auf Fehlentwicklungen im Gesundheitswesen aufmerksam, unterbreitet Lösungsvorschläge aus Patientensicht und stärkt auf diese Weise die Patientenorientierung im Gesundheitswesen.

UPD – Die kostenlose Patientenauskunft für Deutschland im Serviceüberblick

Die telefonische Beratung der UPD steht über – aus allen Netzen, auch Mobilfunk – kostenlose Rufnummern auf Deutsch, Türkisch, Russisch und Arabisch zur Verfügung und ist wie folgt erreichbar: Beratung in deutscher Sprache, Rufnummer: 0800 011 77 22, Zeiten: montags bis freitags von 8.00 bis 22.00 Uhr und samstags von 8.00 bis 18.00 Uhr.

Fremdsprachige Angebote: Beratung Türkisch, Rufnummer: 0800 011 77 23, Zeiten: montags bis samstags von 8.00 bis 18.00 Uhr; Beratung Russisch, Rufnummer: 0800 011 77 24, Zeiten: montags bis samstags von 8.00 bis 18.00 Uhr; Beratung Arabisch, Rufnummer: 0800 332 212 25, Zeiten: dienstags 11.00 bis 13.00 Uhr und donnerstags 17.00 bis 19.00 Uhr.

Der Beratungs-Service vor Ort oder im UPD Beratungsmobil kann nach telefonischer Terminabstimmung genutzt werden, und zwar unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 011 77 25 (Zeiten: Mo – Fr 8.00 bis 22.00 Uhr, Sa 8.00 bis 18.00 Uhr)..

Die Adressen der 30 Vor-Ort-Beratungsstellen sowie eine Übersicht über die 100 Städte, in denen das Beratungsmobil Halt macht, stehen unter www.patientenberatung.de.

Weitere Informationen, auch zu Online-Beratungsmöglichkeiten und der App, finden Ratsuchende unter www.patientenberatung.de, Facebook, Twitter oder Vimeo.