Unabhängige Patientenberatung Deutschland folgen
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Gut geschützt durch die kalte Jahreszeit: Schon an die Grippeimpfung gedacht?

Pressemitteilung   •   Sep 28, 2018 12:25 CEST

Grippeimpfung

Im Herbst wird in deutschen Arztpraxen vermehrt die jährliche Schutzimpfung gegen Grippe, medizinisch Influenza, angeboten. Für die kommende Impfsaison hat die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts (RKI) ihre bisherige Empfehlung zur Grippeimpfung aktualisiert und empfiehlt nun den Einsatz von Vierfach-Impfstoffen (quadrivalent). Diese sollen vor vier Virusvarianten der Influenza schützen. 

Impfschutz jährlich auffrischen

Eine echte Grippe kann besonders für Menschen mit einem geschwächten Immunsystem gefährlich werden. Die STIKO empfiehlt vor allem Personen ab 60 Jahre und Patienten mit chronischen Erkrankungen die jährliche Schutzimpfung beim Hausarzt. Gleiches gilt für Schwangere ab dem zweiten Drittel der Schwangerschaft, Bewohner von Pflegeeinrichtungen, medizinisches Personal und Berufstätige mit viel Kundenkontakt. Wichtig: Die Impfung sollte jährlich stattfinden, da während einer Grippesaison meist verschiedene Virusstämme in Umlauf sind. Der saisonale Influenza-Impfstoff enthält Bestandteile der Virus-Varianten, die für die kommende Saison erwartet werden. Sie regen die körpereigne Abwehr an, so besteht bereits ein gewisser Schutz, bevor man mit dem Grippevirus in Kontakt kommt. Ergänzend zur Impfung kann das Ansteckungsrisiko durch einfache hygienische Maßnahmen verringert werden. Zum Beispiel durch regelmäßiges Händewaschen sowie Husten und Niesen in die Armbeuge oder in ein Einmaltaschentuch.

Krankenkassen zahlen künftig Vierfach-Impfstoff

Die aktualisierten STIKO-Empfehlungen ergeben sich durch die Erfahrungen aus der letzten Grippesaison. Im Winter 2017/2018 war die Grippewelle mit mehr als 330.000 bestätigten Influenza-Erkrankungen verhältnismäßig stark ausgefallen. Zum Vergleich: In der Vorsaison waren es rund 114.200 Fälle. 68 Prozent der Infektionen im letzten Winter wurden durch den Grippestamm ausgelöst, den nur der quadrivalente Impfstoff mit abgedeckt hätte. Bislang gab es für die gesetzliche Krankenversicherung keine verbindliche Regelung, ob für die Grippeimpfung ein Drei- oder Vierfach-Impfstoff zu verwenden ist. Beide Möglichkeiten waren in Übereinstimmung mit den STIKO-Empfehlungen möglich.Ab Herbst 2018 müssen alle Krankenkassen den Vierfach-Impfstoff bezahlen. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) beschlossen. Sie haben Fragen zum Thema? Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) berät Sie kostenlos und neutral unter der Telefonnummer 0800 011 77 22. Infos unter: www.patientenberatung.de

Über die Unabhängige Patientenberatung Deutschland, UPD

Die UPD Patientenberatung Deutschland gGmbH (UPD) mit Sitz in Berlin ist eine gemeinnützige Einrichtung. Sie hilft Ratsuchenden, sich im deutschen Gesundheitssystem besser zurechtzufinden und Entscheidungen im Hinblick auf medizinische oder sozialrechtliche Gesundheitsfragenselbstbestimmt, eigenverantwortlich und auf informierter Grundlage zu treffen.

Gut erreichbar, bürgernah, qualifiziert: Das Beratungsangebot der UPD

Die unabhängige, neutrale, kostenfreie und evidenzbasierte Beratung der UPD ist für alle Menschen in Deutschland zugänglich – egal, ob sie gesetzlich, privat oder nicht krankenversichert sind. Ratsuchende können die Patientenberatung unkompliziert und auf vielen Wegen erreichen: per Telefon, Post, Mail, oder Onlineberatung, in den 30 festen Beratungsstellen und an weiteren 100 Standorten in Deutschland, die regelmäßig von einem der drei UPD-Mobile angesteuert werden.

Neben medizinischen Fachteams und Ärzten unterschiedlicher Fachrichtungen gehören auch Juristen und Sozialversicherungsfachangestellte zum UPD-Beraterteam.

Dem gesetzlichen Auftrag (§ 65b des Sozialgesetzbuchs V) entsprechend macht die Patientenberatung über die individuelle Beratung hinaus Politik und Entscheidungsträger auf Fehlentwicklungen im Gesundheitswesen aufmerksam, unterbreitet Lösungsvorschläge aus Patientensicht und stärkt auf diese Weise die Patientenorientierung im Gesundheitswesen.

UPD – Die kostenlose Patientenauskunft für Deutschland im Serviceüberblick

Die telefonische Beratung der UPD steht über – aus allen Netzen, auch Mobilfunk – kostenlose Rufnummern auf Deutsch, Türkisch, Russisch und Arabisch zur Verfügung und ist wie folgt erreichbar: Beratung in deutscher Sprache, Rufnummer: 0800 011 77 22, Zeiten: montags bis freitags von 8.00 bis 22.00 Uhr und samstags von 8.00 bis 18.00 Uhr.

Fremdsprachige Angebote: Beratung Türkisch, Rufnummer: 0800 011 77 23, Zeiten: montags bis samstags von 8.00 bis 18.00 Uhr; Beratung Russisch, Rufnummer: 0800 011 77 24, Zeiten: montags bis samstags von 8.00 bis 18.00 Uhr; Beratung Arabisch, Rufnummer: 0800 332 212 25, Zeiten: dienstags 11.00 bis 13.00 Uhr und donnerstags 17.00 bis 19.00 Uhr.

Der Beratungs-Service vor Ort oder im UPD Beratungsmobil kann nach telefonischer Terminabstimmung genutzt werden, und zwar unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 011 77 25 (Zeiten: Mo – Fr 8.00 bis 22.00 Uhr, Sa 8.00 bis 18.00 Uhr)..

Die Adressen der 30 Vor-Ort-Beratungsstellen sowie eine Übersicht über die 100 Städte, in denen das Beratungsmobil Halt macht, stehen unter www.patientenberatung.de.

Weitere Informationen, auch zu Online-Beratungsmöglichkeiten und der App, finden Ratsuchende unter www.patientenberatung.de, Facebook, Twitter oder Vimeo.